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6. Innovationskreis trifft sich bei RKT in Roding

Innovationskreis trifft sich am 07.11.2017 bei RKT in Roding

Führungs- und Fachkräfte trafen sich auf Einladung von Michael Zankl, Technologie- und Netzwerkmanager beim Bezirk Oberpfalz am 07.11.2017 zum 6. Innovationskreis, dieses Mal bei der Firma RKT Rodinger Kunststoff-Technik GmbH. Lothar Maier, Geschäftsführer bei RKT, leitete in das Thema „Strukturierter Fehleranalyseprozess“ ein: „Prozesse müssen von den Mitarbeitern gelebt werden, damit sie zum Erfolg führen. Entscheidend dabei ist eine gute Fehlerkultur.“ Fehler machen sei erlaubt, aber man müsse darüber sprechen und aus den eigenen Fehlern lernen.

Die 1974 gegründete Firma siedelte sich 1983 in Roding an. Mit ca. 230 Mitarbeitern ergänzt RKT seit 2008 mit Werkzeugbau und Medizintechnik die Alfmeier Gruppe. Seit 2015 wird jeder einzelne Mitarbeiter persönlich von dem Geschäftsführer über den neu implementierten Prozess zum Qualitätsverständnis (Q7) geschult. „Das ist zwar zeitaufwändig, es ist mir aber ein besonderes Anliegen, um die Wichtigkeit der Prozesse für den Erfolg unseres Unternehmens zu betonen“, so Maier. Der technische Leiter, Josef Hofmann erläuterte das System der GEMBA-Runde. Das aus dem Japanischen stammende Wort „GEMBA“ bedeutet so viel wie „der eigentliche Ort“. Die Fehler müssen dort angepackt werden, wo sie entstehen, so die Devise. Auf eine offene Kommunikation und einen respektvollen Umgang mit den Mitarbeitern wird wert gelegt. Hofmann: „Jedem passiert mal ein Fehler. Damit zum Vorgesetzen zu gehen, ist nicht für jeden leicht. Für die Firma ist es jedoch immens wichtig, die Fehler zu kennen, um sie analysieren zu können.“ Dies trage nachhaltig zum Erfolg des Unternehmens bei. Maier ergänzt: „Es ist nicht schlimm, einen Fehler zu machen, aber es ist schlecht, immer wieder die gleichen Fehler zu machen.“ Dann stimme etwas nicht am Prozess. Selten sei der Mensch schuld an Fehlern, bei genauer Fehleranalyse läge die Ursache fast immer am Prozess.

Für die Firma RKT zahlt sich die konsequente Anwendung der Prozessmethoden aus: Die Fehlleistungskosten konnten im Vergleich zu den Jahren vor der Prozesseinführung mittlerweile halbiert werden. „Wir reden hier von der direkten Verbesserung des Ergebnisses, nicht des Umsatzes.“, so Maier.

Die Firmenvertreter konnten viele Anregungen für die Umsetzung im eigenen Unternehmen mitnehmen. Beim anschließenden Firmenrundgang und beim gemeinsamen Netzwerkabend wurde noch lange intensiv diskutiert.

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